Requiem 16.90 ist ein musikalischer ZeitRaum zwischen Himmel und Erde, zwischen Barock und Zeitlosigkeit; es ist eine Art Flucht aus einer aufgewühlten Welt. Mit der Messe “en plain-chant” von Louis Chein (1690) in einer harmonisierten Fassung, kommen Les Chantres de Saint-Hilaire Sauternes wieder zu ihren Ursprüngen zurück. Sie stellen die Interpretation dieses Werkes dem “plain-chant gallican” gegenüber in einer Raumgestaltung durch die Regisseurin Astrid Vehstedt (Berlin), die gleichermassen ungewöhnlich wie beweglich und bewegend ist. Der scheinbar unbewegliche “plain-chant” trifft auf Bewegung und erweckt dadurch eine besondere Emotion. Die wunderschönen und besonders seltenen Motetten von Bouzignac und Tabart werfen umso mehr ein Licht auf den Gesang für die Verstorbenen, der gleichzeitig auch ein Gesang des Lichtes selbst ist. Die 8 Sänger*innen (Chantres) werden von den Holztrompeten, Barockposaune, Serpent, Viola da Gamba, Violone, Orgel und Theorb begleitet: ein Ensemble, wie es um das Jahr 1690 in der Liturgie üblich war.


Mehr Infos : https://www.chantres-de-st-hilaire.com/r1690d